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Der Nebel im inneren Garten: Wenn du den Weg nicht mehr siehst, ist es vielleicht Zeit, mehr in deine Wurzeln zu fühlen

Eva Istas | Inspirierende Blogartikel

Stell dir vor, es ist früher Morgen. Du öffnest die Tür zu deinem inneren Garten, doch du siehst... nichts.


Ein dicker, weißer, watteweicher Nebel liegt über den Beeten. Du siehst die bunten Blumen nicht mehr, die du mit so viel Liebe gepflanzt hast. Du erkennst die Wege nicht, die dir sonst so viel Sicherheit und Struktur geben. Alles ist still, gedämpft und irgendwie unheimlich. Vielleicht gerätst du in Panik. „Wo ist mein Garten hin? Habe ich alles verloren?“


Wenn es dir jetzt gerade oder hin und wieder mal so geht, möchte ich dich erinnern: Der Garten ist trotzdem da. Der Nebel ist kein Zeichen von Verlust. Du kannst mal versuchen, ihn als eine Einladung zu sehen - in meiner Arbeit nenne ich das "Refraiming". 


Vielleicht möchte er dich darauf aufmerksam machen, dass es in der letzten Zeit alles was viel war. Und er schützt dich davor, sofort wieder in den „Machen/Funktionieren/Hamsterrad-Modus“ zu hüpfen. 


Eva Istas | Inspirierende Blogartikel

Er legt sich wie eine schützende Decke aus Zauberwatte über dein Nervensystem und lädt dich zur Langsamkeit, zum Innehalten, zum Kuscheln ein. Ja - auch wenn der Verstand jetzt sagt: "Aber dafür haben wir doch jetzt gar keine Zeit!!" Während du oben im Trüben stehst, arbeiten deine Wurzeln im Stillen, tief in der Erde, weiter. Sie festigen sich. 


Wenn du übst dahinzuspüren, erinnerst du dich immer mehr an den tiefen, bedingungslosen Halt - die Sicherheit, die immer da ist.


Wenn das Herz wie zerrissen ist: Linas Geschichte

Vor ein paar Jahren buchte Lina* bei mir ein kostenloses Infogespräch. Als ich sie anrief, spürte ich es sofort: Diese Frau trug so unglaublich viel Last auf ihren Schultern. Wir duzten uns direkt – ein kurzes Aufatmen am anderen Ende der Leitung. Eine Barriere weniger. Lina erzählte mir von ihrem Leben. Ein Sohn (6), gerade eingeschult. Eine Tochter (3) im Kindergarten. Ein Job in Teilzeit, ein Mann, der beruflich viel unterwegs ist und nach Feierabend seine Ruhe braucht. „Ich kann nicht mehr, Eva“, sagte sie, und ihre Stimme zitterte.

„Ich hab die ganze Zeit so eine Anspannung in mir - brülle so oft rum. Ich will das nicht, aber es passiert einfach. Ich bin so oft so überfordert, dass die Sicherungen durchbrennen. Mein Herz fühlt sich zerrissen an. Ich will liebevoll für meine Kinder da sein, aber ich komme schon völlig erledigt auf der Arbeit an. Mein Chef ist lieb, aber ich merke, wie der Druck steigt. Ich fühle mich betriebsblind. Ich sehe den Weg vor lauter Nebel nicht mehr. Das macht mir so viel Angst. Ich wollte nie, nie, nie das das passiert - ich weiß ja aus eigener Erfahrung, wie schlimm es sich als Kind anfühlt, wenn die Eltern überfordert sind.“

Lina war an einem Punkt, den viele Mütter kennen: Die Erwartungen von außen und der eigene Anspruch von innen waren wie zwei Mühlsteine, die ihr das Gefühl gaben, immer mehr zu zerbröseln.


Eva Istas | Inspirierende Blogartikel

Vom Überlebensmodus zurück in den eigenen Garten

In unserer gemeinsamen Arbeit haben wir Linas „Garten“ nicht mit Gewalt vom Nebel befreit. Wir haben gelernt, im Nebel sicher zu stehen. Hier ist der Weg, den wir gegangen sind – und den auch du gehen kannst:


  • Ressourcen stärken: Wir haben nicht bei den Problemen angefangen, sondern bei der Kraft. Was nährt dich? Wo sind deine Wurzeln noch gesund und fühlbar?

  • Kleine Erfolgserlebnisse: Wir haben keine Mammutprojekte gestartet. Wir haben kleine Inseln der Sicherheit geschaffen. Ein bewusster Atemzug hier, eine Hand auf dem Herzen dort.

  • Wachstum durch Beständigkeit: Von den kleinen Momenten der Ruhe kamen wir uns zu größeren Erfolgen. Lina lernte, die Anzeichen ihrer Überreizung früher zu lesen.

  • Die Blüte der Selbstbeziehung: Bevor sich die Beziehung zu den Kindern ändern konnte, durfte Lina wieder lernen, sich selbst zu mögen. Wenn die Wurzel (du selbst) Wasser bekommt, können auch die Äste (deine Familie) wieder grün werden.

  • Sanfte Veränderung: Wir haben innere Glaubenssätze („Ich muss alles allein schaffen“) und äußere Faktoren (Struktur im Alltag) sinnvoll und ohne Druck verändert.

  • Stimmigkeit finden: Das Leben fühlte sich nicht mehr wie ein ständiger Kampf an, sondern wurde wieder stimmig.

  • Nachhaltige Kompetenz: Lina lernte ihr Nervensystem so gut kennen, dass sie heute genau weiß, was zu tun ist, wenn eine neue „Knobelnuss“ im Alltag auftaucht. Sie gerät nicht mehr in Panik.

  • Die organische Weitergabe: Das Schönste? Lina musste ihren Kindern nichts kognitiv „beibringen“. Indem sie selbst regulierter wurde, wurden es auch ihre Kinder. Sie lebte es vor – und die ganze Familie atmete auf.


Eva Istas | Inspirierende Blogartikel

Sicherheit im Nebel finden

Die Phasen von „Nebel im Garten“ wird es immer mal wieder geben. Das Leben ist kein dauersonniger Hochsommer. Es gibt Tage, da fühlen wir uns leer, kraftlos - wie im Nebel. Doch du darfst lernen, in diesen Momenten nicht mehr in Angst reinzustrudeln. Du darfst lernen, bei dir zu bleiben, die Schwerkraft zu spüren und zu wissen: Ich bin absolut sicher. Der Nebel geht vorbei. Deine Wurzeln halten dich.


Fühlst du dich gerade auch ein bisschen wie Lina*? Ist dein Herz zerrissen zwischen den Ansprüchen der Welt und deiner Sehnsucht nach Ruhe, Geborgenheit und Verbundenheit?

Du musst da nicht alleine durch. Lass uns gemeinsam schauen, wie wir deine Wurzeln stärken können, damit du auch im dicksten Nebel nicht den Halt verlierst.


Eva Istas | Kostenloses Infogespräch

Lass uns deinen Garten wieder zum Blühen bringen – in deinem Tempo, mit deiner Kraft.


🤗 Her mit dem schönen Leben.

Ich freu mich auf dich!

Deine Eva

Eva Istas | Lebensfreude-Atelier

*Name und Fallbeispiel anonymisiert.

 
 
 

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Eva Istas
Lebensfreudeatelier
Heilpädagogische Praxis für Traumaintegration und Potenzialentfaltung

Im Uelenbend 6
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